Eier nicht mehr essen – 4 Gründe die dafür sprechen

von biniwini
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Im Jahr isst jede*r Deutsche durchschnittlich 231 Eier. Alleine in Deutschland werden 23 Millionen Hennen unter schlimmsten Bedingungen gehalten. ¹

Das Bankivahuhn ist der Vorfahre aller domestizierten Haushühner und lebt heute noch in Teilen Asiens. Zur Fortpflanzung legen sie etwa 20 Eier im Jahr. Im Vergleich: Durch die gezielte Züchtung des Huhns von Menschen und die Gabe von Hochleistungsfutter entstanden Rassen, die heute mehr als 300 Eier im Jahr legen. Natürlich ist das auf jeden Fall nicht.

Wundervolles Tier
Ausbeutung in der Eier-Produktion

Haltungsformen in der Eier-Produktion

Auch wenn seit 2010 die Käfighaltung verboten worden ist, leiden die Hühner in den anderen Haltungsformen immer noch.

Kleingruppenhaltung

Wie bereits erwähnt existiert in der EU die konventionelle „Käfighaltung“ begrifflich nicht mehr. Heute gibt es nur noch die „Kleingruppenhaltung“. Davon darf man sich nicht nicht täuschen lassen, denn es ist auch nur eine Käfighaltung. ²

Bundesweit sind die Haltungsbedingungen unterschiedlich geregelt.

Wichtig: Auch wenn wir diese Haltungsform „Code-3-Eier“ im direkten Handel kaum noch findet. Diese Haltungsform existiert leider noch. Denn diese Eier werden verarbeitet (Nudeln, Fertiggerichte, …) und uns so indirekt untergejubelt.

Wieso das Möglich ist? Weil die Kennzeichnungspflicht mit der Verarbeitung der Eier die entfällt. Das ist bei Bio Produkten jedoch nicht der Fall, denn hier dürfen nur Bio-Eier verwendet werden.

Auch wenn man bewusst zu Bio-Eiern greift, kann man ohne zu wissen den Konsum von Kleingruppenhaltungseier unterstützen. Was du tun kannst? Konsumiere vegane und Bio-Produkte. So kannst du dir sicher sein, dass hier diese genannte Haltungsform nicht drin ist.

Bodenhaltung in der Eier-Produktion

Wusstest du, dass die Bodenhaltung nicht so natürlich ist, wie sie klingt? Bei der Bodenhaltung teilen sich neun Hennen einen Quadratmeter. Die Bodenhaltung ist leider die weiterbreiteste Haltungsform für Eier in Deutschland (64,5%).

Bei dieser Haltungsform sind mehrere Ebenen erlaubt und so kann es sein, dass es auf der gleichen Grundfläche oftmals wesentlich mehr Tiere untergebracht sind. Auch bei dieser Haltungsform picken sich die Hennen, trotz abgetrennter Schnabelspitzen, gegenseitig die Feder heraus. Natürlich ist das nicht.

Freilandhaltung in der Eier-Produktion

Die Hennen hätten theoretisch die Möglichkeit in der Freilandhaltung (15,7%) nach draußen zu gehen. Laut Peta: „…werden die Ausläufe von den Hennen jedoch oft nicht angenommen, da sie bewusst nicht mit schützenden Dächern, Büschen oder Ähnlichem ausgestattet sind. Als Fluchttiere fürchten Hühner unter freiem Himmel jedoch Fressfeinde aus der Luft oder am Boden und wagen sich daher oft nicht ins Freie. Im Stall haben sie allerdings nicht mehr Platz als in der Bodenhaltung. Auch hier stehen sie auf Gitterböden oder auf ihrem eigenen Kot, wodurch sich die Fußballen der Tiere entzünden...“


4 Gründe keine Eier zu essen

Viele Eier

1 . Die meisten Eier in verarbeitetenden Produkten stammen aus Kleingruppenhaltung

Ohne es zu wissen, werden uns in manchen verarbeiteten Produkten (Nudeln, Gebäck, fertig Gerichte,…) Eier aus der Kleingruppenhaltung untergejubelt. Sobald man Eier verarbeitet, ist es keine Pflicht mehr, sie kennzeichnen zu müssen.

2 . Hühner sind nach einem Jahr nicht mehr „gebrauchbar“

Oft landen Hühner nach einem Jahr im Schlachthaus. Gründe dafür sind, dass sie nicht mehr genügend Eier legen und somit kein Geld mehr einbringen. Männliche Küken sterben nach einem Tag. Masthühner sterben schon nach 40 Tagen. Die natürliche Lebenserwartung von einem Huhn beträgt zwischen 8-15 Jahren.

3 . Es gibt viele Alternativen zu Eiern

Wir sind nicht mehr auf Eier angewiesen. Es gibt viele Alternativen zu Produkten mit Eiern. Sogar Rührei kannst du mit einer Geheimzutat zubereiten. Mehr dazu findest du weiter unten im Abschnit „Alternative“.

4 . Jedes Jahr werden in Deutschland 42 Millionen männliche Küken getötet.

Wieso? Weil sich nur weibliche Küken für die Eier-Produktion eignen. Richtig gehört, alles was keinen wirtschaftlichen Gewinn bringt, wird früher oder später entsorgt. Die männlichen Tiere bieten sich als Masthähnchen nicht an, weil die Rasse zum Eierlegen gezüchtet wurde. Die Rasse setzt zu wenig Fleisch an und ist so für die Betriebe unrentabel. Die Tiere werden daher vergast. Das Schreddern von Küken ist leider auch noch zulässig.


Alternative – Ei-Ersatz

Es gibt zum Backen und Kochen viele tierleidfreie Alternativen. Selbst „Rührei“ kannst du mit einer Geheimzutat zubereiten. Die Geheimzutat nennt sich „Kala Namak“ – das Salz riecht und schmeckt wie Ei.

In der Grafik siehst du welche, Ei-Ersatz Möglichkeiten du hast.

Tabelle mit Eier Alternativen

1 . Leinsamen und Chiasamen

Vermische etwa ein Esslöffel Leinsamen mit drei Esslöffel Wasser. Das entspricht einem Ei.

2. Früchtepüree (Apfelmus, Banane)

Ein wunderbares Bindemittel, Welches du leicht daheim zubereiten kannst. Ein Esslöffel Apfelmus oder eine halbe, zerdrückte Banane ersetzen ein Ei. Apfelmus ist im Gegensatz zur Banane relativ geschmacksneutral.

Früchtepüree ist ein natürliches Bindemittel, welches sich hervorragend als Ei-Ersatz eignet.

3. Sojamehl und Kichererbsenmehl

Vermische zwei Esslöffel Mehl mit zwei Esslöffel Wasser, das ist ein wunderbares Bindemittel für Backwaren. Aus Kichererbsenmehl kannst du sogar ein veganes Rührei zubereiten.

Falls du selber pflanzliche Milch herstellen möchtest, schau doch hier vorbei.

Quellen

¹ https://www.petazwei.de/6-gruende-keine-eier-zu-essen

² https://utopia.de/ratgeber/kaufberatung-ei-bio-freiland-eier/

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